1. Start
  2. Blog
  3. Website-Check in 30 Minuten
Webdesign

Website-Check in 30 Minuten: 10 Punkte, die Sie selbst prüfen können

Die meisten Schwachstellen einer Firmenwebsite sieht man ohne Fachwissen. Hier sind zehn Punkte, die Sie in 30 Minuten mit dem Handy prüfen können, und was Sie danach mit den Ergebnissen machen.

Kurz gesagt: Die meisten Schwachstellen einer Firmenwebsite sieht man ohne Fachwissen. Zehn Punkte, ein Handy und 30 Minuten reichen für einen ehrlichen Blick. Was sich so nicht prüfen lässt, etwa die Technik dahinter, zeigt ein kostenloser Check.

Dauer 30 Minuten, am besten am Handy
Häufigster Fund Das Impressum nennt noch das TMG. Seit dem 14. Mai 2024 gilt das Digitale-Dienste-Gesetz.[1]
Am meisten unterschätzt ein Kontaktformular, dessen Nachrichten nirgends ankommen
Danach Was Sie nicht selbst sehen, prüft der kostenlose Website-Check.

Warum sich der Blick lohnt

Eine Website altert leise. Die Öffnungszeiten ändern sich, ein Mitarbeiter geht, ein Gesetz bekommt einen neuen Namen, das Kontaktformular hört nach einem Update auf zu funktionieren. Nichts davon fällt auf, weil man die eigene Seite selten so ansieht wie ein Kunde. Meistens am Schreibtisch statt am Handy, und meistens die Startseite, nicht das Impressum.

Die folgende Liste ist so gebaut, dass Sie keinen Fachmann brauchen. Nehmen Sie Ihr Handy, schalten Sie das WLAN aus, damit Sie die Seite so laden wie ein Kunde unterwegs, und gehen Sie die Punkte der Reihe nach durch.

Beobachtung aus der Praxis: Bei Website-Checks finde ich immer wieder dieselben Punkte. Nicht, weil jemand nachlässig wäre, sondern weil sich niemand zuständig fühlt, solange die Seite scheinbar läuft.

Die zehn Punkte

  1. Am Handy öffnenLädt die Seite zügig, oder schauen Sie auf einen weißen Bildschirm? Wer es genau wissen will, gibt die Adresse bei PageSpeed Insights ein, einem kostenlosen Werkzeug von Google, das die Ladezeit misst und Verbesserungen vorschlägt.[3]
  2. Telefonnummer antippenÖffnet sich die Telefon-App? Steht die Nummer als Bild oder als nicht antippbarer Text da, verlieren Sie genau die Kunden, die gerade unterwegs sind und anrufen wollen.
  3. Impressum prüfenSteht dort noch „§ 5 TMG“? Das Telemediengesetz gibt es nicht mehr. Seit dem 14. Mai 2024 regelt § 5 des Digitale-Dienste-Gesetzes die Pflichtangaben.[1] Den Verweis anzupassen ist eine Sache von Minuten.
  4. Cookie-Hinweis und Datenschutz prüfenAuch hier hat sich ein Name geändert: Aus dem TTDSG wurde am selben Tag das TDDDG.[2] Wichtiger als der Name ist aber, ob Ihre Seite tatsächlich nur mit Einwilligung Dinge speichert, die nicht technisch nötig sind.[2] Neue Statistik- oder Kartendienste schleichen sich gern ohne Anpassung ein.
  5. Mit dem Google-Profil vergleichenStimmen Öffnungszeiten, Telefonnummer, Adresse und Leistungen auf der Website und im Google-Unternehmensprofil überein? Widersprüche verwirren Kunden und Suchmaschinen gleichermaßen.
  6. Kontaktformular selbst ausfüllenSchicken Sie sich eine Testnachricht. Kommt sie an? Und landet sie nicht im Spam? Das ist der Punkt, an dem ich am häufigsten stutze, weil niemand merkt, dass Anfragen verloren gehen.
  7. Auf das Schloss achtenZeigt der Browser vor der Adresse ein Schloss, und fängt die Adresse mit https an? Fehlt es, warnen manche Browser Besucher vor der Seite.
  8. Fotos und Stellen ansehenSind die Fotos aus diesem Jahrzehnt? Und stehen noch Stellenanzeigen online, die längst besetzt sind? Beides lässt eine Seite verlassen wirken.
  9. Sich selbst googelnSuchen Sie nach Ihrem Firmennamen und Ihrem Ort, und danach nach Ihrer wichtigsten Leistung mit dem Ort, etwa „Badsanierung Achim“. Was erscheint? Und wer steht vor Ihnen?
  10. Die Seite jemandem zeigenBitten Sie jemanden, der Ihren Betrieb nicht kennt, auf der Seite in einer Minute herauszufinden, was Sie anbieten und wie man Sie erreicht. Wo er hängen bleibt, hängen auch Kunden.

Bonus: Was eine KI über Sie weiß

Immer mehr Menschen fragen nicht mehr nur Google, sondern auch ChatGPT, Perplexity und Co. Stellen Sie die Frage, die ein Kunde stellen würde, etwa „Wer macht in Verden Elektroinstallationen?“, und fragen Sie anschließend direkt nach Ihrem Betrieb. Stimmen die Angaben? Veraltete oder widersprüchliche Daten im Netz landen auch in den Antworten. Wie das zusammenhängt, steht in meinem Beitrag In ChatGPT gefunden werden.

Und dann?

Wenn Sie bei zwei oder drei Punkten gestutzt haben, sind Sie in guter Gesellschaft. Vieles lässt sich mit kleinem Aufwand beheben: ein Verweis im Impressum, eine antippbare Telefonnummer, ein paar neue Fotos.

Einiges lässt sich von außen aber nicht prüfen: ob Sicherheitsupdates eingespielt sind, ob die Seite technisch sauber gebaut ist, wie Google sie liest. Dafür gibt es meinen kostenlosen Website-Check. Sie geben Ihre Adresse ein und bekommen eine Auswertung, ohne Verpflichtung.

Den Rest prüft der kostenlose Website-Check

Technik, Auffindbarkeit und Darstellung am Handy, in wenigen Minuten ausgewertet. Wenn Sie danach Fragen haben, sprechen wir in Ruhe darüber.

Website kostenlos prüfen

Wie sichtbar Sie in KI-Antworten sind, zeigt der GEO-Check. Wer sich fragt, ob sich eine eigene Website überhaupt lohnt, findet die Antwort in Brauche ich eine Website?

Häufige Fragen

Muss im Impressum noch das TMG stehen?

Nein. Das Telemediengesetz wurde zum 14. Mai 2024 vom Digitale-Dienste-Gesetz abgelöst. Die Pflichtangaben regelt jetzt § 5 DDG. Ein veralteter Verweis sollte angepasst werden.

Wie prüfe ich, ob meine Website am Handy schnell genug ist?

Am einfachsten mit PageSpeed Insights, einem kostenlosen Werkzeug von Google. Sie geben die Adresse ein und bekommen eine Auswertung mit Verbesserungsvorschlägen. Zusätzlich lohnt der eigene Test am Handy ohne WLAN.

Wie oft sollte ich meine Website prüfen?

Einmal im Jahr gründlich, dazu immer dann, wenn sich etwas ändert: neue Öffnungszeiten, neue Leistungen, neue Mitarbeiter. Das Kontaktformular lohnt sich nach jedem größeren Update zu testen.

Was prüft der kostenlose Website-Check?

Technik, Auffindbarkeit bei Google und Darstellung am Handy. Sie geben Ihre Adresse ein und bekommen eine Auswertung, ohne Verpflichtung.

Was mache ich, wenn ich bei mehreren Punkten Probleme finde?

Erst das Dringende: ein nicht funktionierendes Kontaktformular und ein veraltetes Impressum. Vieles andere lässt sich nach und nach beheben. Wenn Sie unsicher sind, sprechen wir im kostenlosen Erstgespräch darüber.

Quellen

Die Rechts- und Plattformaussagen stützen sich auf die genannten Quellen. Einschätzungen zur Praxis stammen aus meiner eigenen Projektarbeit und sind als solche gekennzeichnet. Alle Links zuletzt geprüft am 22.10.2026.

  1. Digitale-Dienste-Gesetz (DDG): § 5 DDG, Allgemeine InformationspflichtenBelegt: Pflichtangaben im Impressum; das DDG trat laut amtlicher Fußnote am 14. Mai 2024 in Kraft und löste das TMG ab.
  2. Telekommunikation-Digitale-Dienste-Datenschutz-Gesetz (TDDDG): § 25 TDDDG, Schutz der Privatsphäre bei EndeinrichtungenBelegt: Speichern und Auslesen von Informationen auf dem Gerät nur mit Einwilligung, außer wenn technisch erforderlich; neuer Name seit 14. Mai 2024.
  3. Google: PageSpeed InsightsBelegt: Kostenloses Werkzeug zur Messung der Ladegeschwindigkeit mit Verbesserungsvorschlägen.
Lars Brinkmann, Inhaber von besser brinkmann

Lars Brinkmann

Webdesigner & SEO-Berater · Inhaber besser brinkmann

Als Einzelunternehmer aus Ottersberg bin ich Ihr direkter Ansprechpartner, von der ersten Idee bis zur laufenden Betreuung. Kein Agentur-Overhead, keine Weiterleitungen, kein Account-Manager dazwischen. Alle Leistungen erbringe ich persönlich, Sie erreichen mich direkt.

Einmal im Monat die neuen Ratgeber

Jeden Dienstag erscheint hier ein Ratgeber für kleine Betriebe. Einmal im Monat fasse ich die neuen per Mail zusammen. Kein Spam, Abmeldung jederzeit mit einem Klick.

Als Dankeschön für Ihre Anmeldung: meine Checkliste „Was Ihre Website können muss“ und ein persönlicher Kurzblick auf Ihr Google-Unternehmensprofil.

Sie bekommen gleich eine Mail mit einem Bestätigungslink. Erst danach sind Sie angemeldet. Mehr dazu in der Datenschutzerklärung.