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Lokales SEO

Google-Bewertungen: Wie Sie mehr bekommen und richtig antworten

Bewertungen kommen, wenn man fragt. Hier steht, wie Sie richtig fragen, was Google und das Gesetz verbieten und wie Sie auf eine schlechte Bewertung antworten, ohne es schlimmer zu machen.

Kurz gesagt: Bewertungen kommen, wenn man fragt. Persönlich, direkt nach dem Auftrag, mit einem Link. Antworten Sie auf jede Bewertung, auch auf die schlechten, sachlich und ohne Details aus dem Auftrag. Was nicht geht: Gegenleistungen für Bewertungen, Bewertungen tauschen und Bewertungen aus dem eigenen Umfeld.

Warum sie zählen Google nennt die Zahl der Rezensionen und positive Bewertungen ausdrücklich als Faktor für lokale Ergebnisse.[1]
Der beste Moment direkt nach dem Auftrag, wenn die Zufriedenheit am höchsten ist
Nicht erlaubt Rabatte oder Geschenke gegen Bewertungen, Bewertungen von Mitarbeitern, Familie oder Kollegen.[2]
Auf der eigenen Website Bewertungen nur im Wortlaut zeigen und sagen, woher sie stammen.[4]

Warum Bewertungen über den Anruf mitentscheiden

Wer einen Handwerker sucht, sieht bei Google zuerst ein paar Betriebe auf der Karte, jeweils mit Sternen und der Zahl der Bewertungen. Bevor jemand Ihre Website öffnet, hat er also schon einen Eindruck. Und den liefern zum großen Teil Ihre Kunden.

Google sagt dazu selbst, worauf die Reihenfolge in den lokalen Ergebnissen beruht: auf Relevanz, Entfernung und Bekanntheit. Zur Bekanntheit zählt laut Google auch die Anzahl der Rezensionen, die ein Unternehmen erhalten hat. Mehr Rezensionen und positive Bewertungen können die Platzierung verbessern.[1]

Bewertungen wirken also doppelt: Sie helfen, gefunden zu werden, und sie entscheiden mit, ob jemand anruft. Für einen kleinen Betrieb ist das einer der wenigen Hebel, die nichts kosten außer einer Frage.

So fragen Sie richtig

Die meisten zufriedenen Kunden schreiben gern eine Bewertung. Sie denken nur nicht von allein daran. Wer fragt, bekommt Bewertungen. Wer nicht fragt, bekommt sie vor allem von denen, die sich ärgern.

  1. Direkt nach dem Auftrag fragenBei der Abnahme, beim letzten Termin oder mit der Rechnung. Ein Satz reicht: „Wenn Sie zufrieden waren, würde mir eine kurze Google-Bewertung sehr helfen.“
  2. Den Weg so kurz wie möglich machenGoogle bietet für jedes Unternehmensprofil einen eigenen Link und einen QR-Code, die direkt zum Bewertungsfeld führen.[3] Den Link per WhatsApp oder Mail schicken, den QR-Code auf die Rechnung oder die Visitenkarte drucken.
  3. Alle Kunden fragenNicht nur die, bei denen alles glatt lief. Das ist fair, und eine Reihe ehrlicher Bewertungen überzeugt mehr als lauter makellose.
  4. Einmal erinnern, nicht öfterWer nach einer Woche nicht reagiert hat, bekommt eine freundliche Erinnerung. Danach ist Schluss.

Was nicht erlaubt ist

Google ist bei Bewertungen streng, und das Gesetz ist es inzwischen auch. Die Richtlinien von Google untersagen ausdrücklich:[2]

WasWarum es Ärger gibt
Rabatt, Gutschein oder Geschenk gegen eine BewertungGoogle zählt Bewertungen, die durch Zahlungen, Rabatte, kostenlose Produkte oder Dienstleistungen veranlasst wurden, zu den manipulierten Inhalten und entfernt sie.[2]
Bewertungen von Mitarbeitern, Familie oder GeschäftspartnernGoogle nennt Inhalte aus einem Interessenkonflikt, etwa durch eine aktuelle oder frühere Beschäftigung, eine Vertragsbeziehung oder familiäre Verbindungen.[2]
Bewertungen unter Kollegen tauschenAuch das sind Bewertungen ohne echte Erfahrung, und solche Muster fallen auf.
Gekaufte BewertungenLaut Google gilt das als gefälschte Interaktion.[2] Nach dem UWG ist außerdem das Übermitteln oder Beauftragen gefälschter Verbraucherbewertungen stets unzulässig.[5]
Belohnung für das Löschen einer schlechten BewertungAuch das schließt Google ausdrücklich aus.[2]

Auf Bewertungen antworten

Antworten Sie auf jede Bewertung, auch auf die mit fünf Sternen. Google selbst empfiehlt, konstruktiv und freundlich zu antworten, weil das zeigt, dass Sie die Meinung Ihrer Kunden schätzen.[3] Und eine Antwort liest nicht nur der Kunde, sondern jeder, der Ihr Profil später ansieht.

Bei positiven Bewertungen reichen zwei Sätze: ein Dank und, wenn es passt, ein Bezug auf den Auftrag. Bitte nicht dieselbe Floskel unter jede Bewertung kopieren, das merkt man.

Gut zu wissen: Google prüft Antworten, bevor sie erscheinen. Das dauert laut Google meist bis zu zehn Minuten, in Einzelfällen bis zu 30 Tage.[3]

Wenn eine schlechte Bewertung kommt

Eine schlechte Bewertung ärgert, gerade wenn sie ungerecht wirkt. Wie Sie darauf antworten, ist für neue Kunden aber oft wichtiger als die Bewertung selbst. Ein Betrieb, der sachlich mit Kritik umgeht, wirkt vertrauenswürdiger als einer mit ausschließlich fünf Sternen.

  1. Nicht sofort antwortenEinmal darüber schlafen, aber nicht länger als einen oder zwei Tage. Eine Antwort im Ärger lässt sich nicht zurücknehmen, nur löschen.
  2. Danken und bedauern„Danke für Ihre Rückmeldung. Es tut mir leid, dass Sie nicht zufrieden waren.“ Das ist kein Schuldeingeständnis, sondern Höflichkeit.
  3. Keine Details aus dem AuftragKeine Namen, keine Adresse, keine Rechnungsbeträge und keine Einzelheiten zum Streit. Was Sie über einen Kunden wissen, gehört nicht in eine öffentliche Antwort.
  4. Ein Gespräch anbieten„Ich würde das gern mit Ihnen klären. Sie erreichen mich direkt unter …“ So wandert die Diskussion dorthin, wo sie hingehört.

Verstößt eine Bewertung gegen die Google-Richtlinien, etwa weil sie gar nicht von einem Kunden stammt oder beleidigend ist, können Sie sie im Unternehmensprofil melden.[3] Ob Google sie entfernt, entscheidet Google. Eine Bewertung, die Ihnen nur nicht gefällt, wird nicht gelöscht.

Bewertungen auf der eigenen Website

Kundenstimmen auf der eigenen Website wirken, wenn sie echt sind. Zwei Dinge sollten Sie dabei beachten.

Erstens: nur im Wortlaut. Eine Bewertung, die auf der Website glatter klingt als bei Google, fällt irgendwann auf. Übernehmen Sie den Text genau so, wie der Kunde ihn geschrieben hat, und nennen Sie die Quelle. Das klingt selbstverständlich. Ich habe es auf meiner eigenen Website trotzdem einmal falsch gemacht: Dort stand ein Zitat, das sinngemäß stimmte, aber nicht dem Wortlaut der Rezension entsprach. Inzwischen steht dort das Original.

Zweitens: sagen, woher die Bewertungen stammen. Wer Verbraucherbewertungen zugänglich macht, muss nach dem UWG darüber informieren, ob und wie er sicherstellt, dass sie von echten Kunden stammen.[4] Ein kurzer Satz wie „Die Bewertungen stammen aus meinem Google-Unternehmensprofil und werden dort nicht von mir geprüft“ schafft hier Klarheit. Wer behauptet, die Bewertungen seien geprüft, ohne das wirklich zu tun, handelt sogar ausdrücklich unlauter.[5]

Für die Website-Technik: Wer Bewertungen zusätzlich als strukturierte Daten auszeichnet, muss sie auch sichtbar auf der Seite zeigen. Eine Sternebewertung im Code ohne sichtbare Bewertungen verstößt gegen die Richtlinien von Google für strukturierte Daten.

Ihr Google-Profil auf einen Blick prüfen lassen?

Ich schaue mir Ihr Unternehmensprofil an, auch die Bewertungen und Ihre Antworten darauf, und sage Ihnen ehrlich, wo es hakt. Das Erstgespräch ist kostenlos.

Kostenloses Erstgespräch

Wie Sie das Profil Schritt für Schritt einrichten, steht in der Anleitung zum Google-Unternehmensprofil. Mehr zu meiner Arbeit im Bereich lokales SEO.

Häufige Fragen

Darf ich Kunden um eine Google-Bewertung bitten?

Ja. Google bietet dafür sogar einen eigenen Link und einen QR-Code an. Nicht erlaubt ist, für die Bewertung eine Gegenleistung anzubieten, etwa einen Rabatt oder ein Geschenk.

Darf ich einen Rabatt für eine Bewertung anbieten?

Nein. Google entfernt Bewertungen, die durch Zahlungen, Rabatte, kostenlose Produkte oder Dienstleistungen veranlasst wurden. Das gilt auch für Belohnungen dafür, eine negative Bewertung zu ändern oder zu löschen.

Dürfen meine Mitarbeiter oder Verwandten den Betrieb bewerten?

Nein. Google schließt Inhalte aus einem Interessenkonflikt aus, etwa durch eine aktuelle oder frühere Beschäftigung, eine Vertragsbeziehung oder familiäre Verbindungen.

Kann ich eine schlechte Bewertung löschen lassen?

Nur wenn sie gegen die Google-Richtlinien verstößt, etwa weil sie nicht auf einer echten Erfahrung beruht oder beleidigend ist. Dann können Sie sie im Unternehmensprofil melden. Ob sie entfernt wird, entscheidet Google.

Sollte ich auf jede Bewertung antworten?

Ja, auch auf positive. Antworten zeigen, dass Sie das Feedback ernst nehmen, und werden von allen gelesen, die Ihr Profil später ansehen. Bei schlechten Bewertungen sachlich bleiben und keine Details aus dem Auftrag nennen.

Quellen

Die Rechts- und Plattformaussagen stützen sich auf die genannten Quellen. Einschätzungen zur Praxis stammen aus meiner eigenen Projektarbeit und sind als solche gekennzeichnet. Alle Links zuletzt geprüft am 22.10.2026.

  1. Google Unternehmensprofil-Hilfe: Tipps zur Verbesserung des lokalen Rankings bei GoogleBelegt: Lokale Ergebnisse beruhen hauptsächlich auf Relevanz, Entfernung und Bekanntheit; die Anzahl der Rezensionen fließt in die Bekanntheit ein.
  2. Google Maps: Richtlinien für von Nutzern erstellte Inhalte: verbotene und eingeschränkte InhalteBelegt: Gefälschte Interaktionen, durch Anreize veranlasste Bewertungen, Interessenkonflikte durch Beschäftigung, Vertragsbeziehung oder Familie, Anreize für das Ändern oder Entfernen negativer Bewertungen.
  3. Google Unternehmensprofil-Hilfe: Kundenrezensionen lesen und beantwortenBelegt: Antworten auf Rezensionen, Link und QR-Code für Rezensionen, Prüfung der Antworten (meist bis zu 10 Minuten, teils bis zu 30 Tage), Melden unangemessener Rezensionen.
  4. Gesetz gegen den unlauteren Wettbewerb (UWG): § 5b UWG, Absatz 3Belegt: Wer Verbraucherbewertungen zugänglich macht, muss informieren, ob und wie er sicherstellt, dass sie von tatsächlichen Kunden stammen.
  5. Gesetz gegen den unlauteren Wettbewerb (UWG): Anhang zu § 3 Absatz 3, Nummern 23b und 23cBelegt: Stets unzulässig: die Behauptung geprüfter Bewertungen ohne angemessene Prüfung (23b) sowie das Übermitteln oder Beauftragen gefälschter Verbraucherbewertungen (23c).
Lars Brinkmann, Inhaber von besser brinkmann

Lars Brinkmann

Webdesigner & SEO-Berater · Inhaber besser brinkmann

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